Günter Brandel-Stiftung

Vorgezogenes Weihnachtsfest für innovative Vereine im Kreis

Erster Preisträger bei der Premiere des Günter-Brandel-Jugend-Förderpreises ist die Sportjugend Tauberbischofsheim. Mit dem Preis werden kreative Projekte und Ideen von Vereinen honoriert.

 

Main-Tauber-Kreis. Für die Förderung kreativer und herausragender Ideen und Projekte der Jugendlichen in den Sportvereinen des Main-Tauber-Kreises wurde jetzt vom Sportjugendförderverein (SJF), der Sportjugend Main-Tauber und der Günter Brandel-Stiftung ein neues Kapitel aufgeschlagen.

 

Mit Unterstützung der Firma Brandel Bau GmbH, in deren Geschäftsräumen in Tauberbischofsheim jetzt die Gewinner des erstmals ausgelobten Günter-Brandel-Jugend-Förderpreises 2018 bekanntgegeben und ausgezeichnet wurden, konnte das jahrelange und verdienstvolle Engagement der Sponsoren Mathias Strambace (Geschäftsleitung Intersport MuM und Peter Bohnet (Geschäftsleitung McDonald’s) seine Fortsetzung finden.

 

Gleich zum Auftakt der Preisverleihung zeigte sich Christian Baumann, Vorstandsvorsitzender der Günter Brandel-Stiftung und Prokurist sowie Gesellschafter der Brandel-Bau, entschlossen, die Förderung der Jugendarbeit ganz im Sinne des Sportjugendslogans „aktiv, sozial, gemeinsam“ als Erfolgsgeschichte für die nächsten drei Jahre fortführen zu wollen.

 

 

Historie

 

Die Vorstellung des „Günter Brandel-Jugend-Förderpreises“, der in diesem Jahr erstmals verliehen wurde, verband Christian Baumann mit einem informativen Rückblick auf die Historie des Unternehmens und der Stiftung.

 

Die besondere Stärke des Unternehmens sieht Christian Baumann in der flexiblen Anpassungsfähigkeit an die Marktbedürfnisse. Mit über 85 Jahren Geschichte habe man die große Baukrise und Rezession überstanden und zähle zu den starken Baufirmen im Main-Tauber-Kreis und weit darüber hinaus. 2013 habe man einen großen Schicksalsschlag verkraften müssen, als Günter Brandel nach einem Unfall überraschend gestorben sei: „In seinem Testament hatte er verfügt, dass seine betrieblichen Anteile in die zu gründende Günter Brandel-Stiftung eingebracht werden. Er wollte damit einerseits den Fortbestand unserer Baufirma sichern und zum anderen „Gutes tun“, indem er als Satzungszweck die „Förderung der Jugendarbeit sporttreibender Vereine im Main-Tauber-Kreis“ vorgab.

 

Im Dezember 2014 wurde der Günter Brandel-Stiftung die Urkunde vom Regierungspräsidium verliehen und die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt anerkannt. Für die Jahre 2014 bis 2017 wurden einzelne Projekte im Stillen gefördert. In diesem Jahr sind wir von der Stiftung an die Sportjugend Main-Tauber herangetreten, da wir meinen, dort unsere Satzungsziele sehr gut umsetzen zu können.“

 

 

Vorgezogenes Weihnachtsfest

 

In Vertretung des kurzfristig verhinderten SJF-Vorsitzenden Gerhard Withopf bedankte sich Volker Silberzahn für die gelungene Kooperation mit der Günter-Brandel-Stiftung, insbesondere bei Dr. Klaus Faulhaber, mit dem SJF-Beisitzer Erich Rosenkranz und Sportkreisjugendreferent Michael Geidl die Gespräche geführt hatten, und bei Christian Baumann sowie Klaus-Dieter Schmitt. Mit ihrem sozialen Engagement im Jugendbereich übernehme die Stiftung wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben. Mit der Preisverleihung werde sichtbar gemacht, was Sportvereine tagtäglich für die Kinder und Jugendlichen leisten.

 

Die Sozial- und Sportdezernentin Elisabeth Krug sah in der Ehrung ein vorgezogenes Weihnachtsfest, denn es gebe Geschenke an diejenigen Vereine, die einen Schwerpunkt auf ansehnliche Jugendarbeit und Nachwuchsförderung, Integration und Inklusion auf ihre Fahnen geschrieben haben und gleichzeitig Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Solidarität und Fairness vermitteln. Deshalb könne man nicht hoch genug schätzen, dass es 15 Jahre den MuM-Jugend-Förderpreis gegeben habe und dieses wertvolle Engagement nunmehr fortgesetzt werden könne.

 

Elisabeth Krug zeigte sich angesichts der qualitativ hochwertigen Bewerbungen beeindruckt, welch hohen Stellenwert die Jugendarbeit nach wie vor in den Vereinen habe. So werde dank des SJF und seiner Sponsoren der ganzheitliche Bildungsauftrag, den die Sportverbände im Main-Tauber-Kreis mit ihren rund 200 Sportvereinen absicherten, mit Leben gefüllt.

 

Matthias Götzelmann, stellvertretender Vorsitzender des Sportjugendfördervereins Main-Tauber, freute sich bei der Begrüßung über die rege und vor allem kreisweite Beteiligung am Wettbewerb und betonte, dass es für die Jury nicht leicht gewesen sei, zu einer gerechte Bewertung der vielen lobenswerten Initiativen zu kommen.

 

 

Impulsgeber

 

Er selbst führte dann mit Volker Silberzahn und Michael Geidl die Ehrungen durch; mit Ausnahme des ersten Preises, den Christian Baumann an die Sportjugend Tauberbischofsheim überreichte. In seiner Laudatio lobte er den ersten Preisträger als Ideen- und Impulsgeber für die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Sportvereine. Vorsitzender Matthias Götzelmann betonte, dass auch dieser Preis wieder 1:1 den Mitgliedern zugute komme.

 

Die Bandbreite der prämierten Projekte reicht von Jugendpräventionsmaßnahmen bis zu internationalen Begegnungen zur Völkerverständigung und lassen sich in ihrer Fülle nur stichwortartig erfassen: Familienfeste, Sportcamps, Vereins- und Schulkooperationen, Freizeiten, Jugendlager, soziale Arbeitseinsätze, Suchtprävention, Inklusionsmaßnahmen oder Spendenaktionen. Ganz sicher gebe es noch viele weitere Sportvereine, die sich 2019 mit einer wenig Aufwand erfordernden Dokumentation ebenfalls um attraktive Preise – siehe nebenstehende Auflistung – bewerben sollten. ferö

 

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 22.12.2018